"Mangelernährung ist mehr als zu dünn zu sein!"

Die meisten Menschen verbinden eine Mangelernährung nur mit einem zu geringen Körpergewicht. Aber auch ein ungewollter Gewichtsverlust, wie er z.B. bei schweren Erkrankungen vorkommen kann, ist ein Anzeichen dafür. Außerdem kann unabhängig vom Gewicht ein Mangel an z.B. Eiweiß oder Vitaminen bzw. Mineralstoffen entstehen. 

Ernährungsberatung & -therapie

Prävention und Behandlung der Mangelernährung

  • im Alter 
  • bei Erkrankungen
  • während der Gewichtsreduktion

Vorträge

  • Was ist Mangelernährung? Und wie kann ich diese erkennen?
  • Veränderungen im Alter – Den Herausforderungen ein Schnippchen schlagen!
  • Grundlagen der Ernährung bei Demenz
  • Diät als Risiko - Was ist wirklich gesund?

Das Screening auf Mangelernährung erfolgt anhand eines Fragebogens und ist auch für Gruppen möglich. 

Es wird empfohlen, Ernährungsmaßnahmen nicht erst bei schwerer Mangelernährung zu beginnen, sondern sobald Hinweise auf Ernährungsrisiken vorliegen. Durch ein Screening kann ich nicht nur eine bestehende Mangelernährung erkennen, sondern auch ein Risiko frühzeitig identifizieren. Bei den weiteren notwendigen Schritten unterstütze ich Sie.

Malnutrition Universal Screening Tool (MUST)

ca. 10 Minuten

  • Kurz-Screening zur Beurteilung des weiteren Vorgehens
  • chronische Erkrankungen werden nicht berücksichtigt
  • ausschließliche Berücksichtigung der mengenmäßigen Nahrungszufuhr

Mini Nutritional Assessment (MNA)

ca. 30 Minuten

  • Screening mit Betrachtung der Ernährungssituation
  • Berücksichtigung der Arzneimitteleinnahme (z.B. bei chronischen Erkrankungen)
  • Berücksichtigung der mengenmäßigen Nahrungs- und Flüssigkeitszufuhr und der Aufnahme von Nährstoffen 

Warum ist mir das Thema Mangelernährung so wichtig?

Eine Mangelernährung hat nachweislich einen negativen Einfluss auf unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschreibt die Mangelernährung sogar als größte Herausforderung weltweit. 
 
Häufig wird eine Mangelernährung aber zu spät oder gar nicht erkannt. Woran das liegt? Eine Mangelernährung wird in den meisten Fällen erst wahrgenommen, wenn ein deutliches Untergewicht vorliegt. Selbst bei medizinischem Personal ist das Bewusstsein für die Auswirkungen und Therapiemöglichkeiten zu selten vorhanden. Typische Folgen werden als normale Begleiterscheinung des Alterns oder bestimmter Erkrankungen angesehen und daher nicht weiter beachtet. 
 

Besonders gefährdet sind Menschen im fortgeschrittenen Alter. Gründe dafür sind:

  • chronische oder schwere Erkrankungen
  • Einnahme von einer Vielzahl von Arzneimitteln
  • Schwierigkeiten in der eigenständigen Versorgung durch körperliche und geistige Einschränkungen
  • Verlust von lieben Menschen oder der Umzug in eine ungewohnte Umgebung

Mögliche Ursachen einer Mangelernährung

Gewohnheiten

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Geringe Essmengen oder einseitige Ernährung durch z.B. fehlende Zeit oder häufige Diäten können auch ohne vorhandene Erkrankungen oder andere Einschränkungen zu einer Mangelernährung führen. 

Erkrankungen

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Naheliegend ist es bei Erkrankunge des Magen-Darm-Traktes. Aber auch andere Erkrankung können durch Schmerzen oder einen erhöhten Energie- oder Nährstoffverbrauch zu einem Gewichtsverlust führen. Nötige Arzneimittel oder Therapienebenwirkungen erhöhen das Risiko ggf. zusätzlich. 

Körperliche Beeinträchtigungen

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Kau- und Schluckstörungen, aber auch Einschränkungen bei der Beschaffung oder Zubereitung von Nahrungsmitteln durch z.B. mangelnde Mobilität kann zu einer unzureichenden oder einseitigen Ernährung führen. Außerdem lassen z.B. im Alter Durst und Hunger nach und auch der Geschmacks- oder Geruchssinn können verändert sein.  

Psychische und soziale Aspekte 

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Vergesslichkeit, Einsamkeit oder einschneidende Ereignisse können zum Verlust des Appetits beitragen. 

und die Folgen...

Eine Mangelernährung verändert unsere Körperfunktionen und kann Krankheitsverläufe ungünstig beeinflussen. Häufig kommt es zu einer mangelhaften Versorgung mit Eiweiß. Die Folgen können eine Schwächung des Immunsystems oder auch eine Störung der Wundheilung sein. Der Körper versucht dann den Mangel durch den Abbau der Muskulatur auszugleichen. 

Kurzer Zeitraum
Müdigkeit, allg. Schwäche oder Antriebslosigkeit können erste Anzeichen für eine Mangelernährung sein. Diese lassen sich durch eine bewusstere Ernährung in der Regel schnell positiv beeinflussen. 

Längerer Zeitraum
Bei einem längeren oder ausgeprägten Mangel an Energie oder Nährstoffen ist eine Ernährungstherapie nötig. Diese sollte so früh wie möglich in Anspruch genommen werden, um den negativen Einfluss auf die Gesundheit so klein wie möglich zu halten und die Therapiefähigkeit zu erhalten. 

Wussten Sie eigentlich, dass...

  • eine Mangelernährung auch bei einem erhöhten Körpergewicht auftreten kann? 
  • ab einem Alter von 65 Jahren ein höheres Gewicht empfohlen wird als in jüngeren Jahren? 
  • bereits ab dem 8. Tag eine zu geringe Essensmenge als Risiko für eine Mangelernährung bewertet wird?